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Kopfkarussell

Jahr: 2009 / Regie: Birgit Thomas / Assistenz: Johanna Greef

Einsteigen und Anschnallen!
Bei der Fahrt mit dem Kopfkarussell verweben sich Wunsch und Wirklichkeit, Gestern und Morgen, Träumen und Wachen…

Julia träumt von ihrem Idol Richy, der sich davor fürchtet, dass sich niemand mehr an ihn erinnert. Frau Schneider entscheidet über Kreditvergaben und liest Kontaktanzeigen. Dabei tanzt sie blind ihrer großen Liebe in die Arme…das könnte Ed sein, der seine Wohnung allerdings schon längere Zeit nicht mehr verlassen hat. Aber ist das die Realität oder kreuzen sich ihre Wege nur im Traum? Und was ist realer? Die imaginäre oder die wirkliche Wirklichkeit?

Die Hauptfiguren des Stückes, die von allen SpielerInnen dargestellt wurden, entstanden durch zahlreiche Improvisationen. Das Kernstück der Inszenierung ist der Chor, der in immer wechselnder Besetzung die Gedanken und Träume der Figuren erkundet und kommentiert.

Neben den Vorstellungen im FORUM gab es eine Aufführung im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ Mannheim-Heidelberg-Ludwigshafen. 2010 wurde das Stück zu den „Theatertagen am See“ in Friedrichshafen eingeladen und dort mit dem ersten Preis der Fachjury in der Kategorie „Jugendtheater“ ausgezeichnet. In der Laudatio wurde hervorgehoben, dass die Jury das Stück als eine Einladung dazu empfand, „an den Träumen der Gruppe teilzunehmen und selbst zu träumen, die Zuschauer wurden ganz unmerklich in ihre Zwischenwelt mit einbezogen“. Als besondere Qualitäten wurden die Freiheit zur Improvisation, der Mut zu leisen Tönen und das ehrliche Spiel betont. Die „traumwandlerische Leichtigkeit“ und die große Harmonie im Spiel der Gruppe waren des Weiteren ausschlaggebend für die Auszeichnung des Augenblick Theaters bei diesem renommierten internationalen Festival des Jugend- und Amateurtheaters.

„Wenn die Gedankenspione von Kopf zu Kopf hüpfen, verschwimmen die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum. Wer lebendiges Theater jenseits konventioneller Formen erleben möchte, sollte das „Kopfkarussell“ nicht verpassen.“
Mannheimer Morgen, 28.10.2010