Tag am Strand mit Sturm

Jahr: 2006 / Regie: Birgit Thomas

„Der Sturm“ von Shakespeare als spannende Story, die sich eine Gruppe Jugendlicher beim Strandausflug erzählt, bildet den Ausgangspunkt. Die Begegnung mit den zauberhaften Figuren und der Sprache Shakespeares – kombiniert mit eigenen Worten und Assoziationen – daraus entstand ein „Tag am Strand mit Sturm“.

Das Mittel der Improvisation bot einen individuellen Zugang, setzte Schwerpunkte, definierte die Figuren neu und ermöglichte, die Dialoge authentisch zu erspielen. Die Rollen wurden zumeist von mehreren SpielerInnen dargestellt, was die Facetten der Figuren nuancierte sowie häufige Rollenwechsel und lebendiges chorisches Spiel ermöglichte.

Das Stück war eingeladen zu den Schultheatertagen Mannheim und zu den Internationalen „Theatertagen am See“ in Friedrichshafen. Dort erhielt es den ersten Preis in der Sparte „Jugendtheater“. In der Laudatio hieß es: “Harmonie und Sensibilität im Zusammenwirken von behinderten und nichtbehinderten Jugendlichen war in diesem echten Ensemble besonders spürbar … die Gruppe ließ in den Köpfen der Zuschauer wunderbare Traum- und Phantasiebilder entstehen:
80 Minuten Theatermagie“.

Ein Griff ins pralle Menschenleben…Momente puren Glücks. Mit oder ohne handicap, diese Frage stellt sich hier nicht. Dafür die interessante Frage, wie es gelingen kann, einzelne Rollen so ineinander zu verschmelzen, dass der Spielball blitzschnell von einem Schauspieler zum anderen geworfen werden kann.“ Südkurier Friedrichshafen 6.4.2006

Wer sich auf das Spiel einlässt, ist begeistert von der steten Gegenwärtigkeit. Einfach ein Traum, dessen Besonderheit das natürliche Miteinander der Spieler mit und ohne Behinderung ist, die sich gegenseitig ergänzen und daraus ungeahnte Fähigkeiten entwickeln.“
Mannheimer Morgen 13.05.2006

Zum Nachlesen: Artikel von Werner Jauch, Schultheater-Referent des Landes Baden-Württemberg